05. januar 2013  

17:00 Uhr

 







 

1. Hälfte

Hans-Martin Müller

„FANTASIEN“


  1. 2.Hälfte

Udo Moll

„ Tele(mann)musik“



Hans-Martin Müller - Querflöte

Udo Moll - Laptop & Raumklang



Hans Martin Müller beschäftigt sich seit Beginn seiner Karriere mit den 12 Fantasien für Flöte Solo von Georg Philip Telemann.

In diesem Konzert verbindet der stellvertretende Soloflötist des WDR Sinfonieorchesters und Betreiber des Kölner „Loft“  die Fantasien von Telemann mit Kompositionen für Flöte Solo des 20igsten Jahrhunderts z.B. von Claude Debussy, Arthur Honegger oder André Jolivet.


Udo Moll wird in seiner improvisatorischen Raumklanginstallation die live gesampleten Flötenklänge von Hans-Martin Müller mit modifizierten historischen Aufnahmen Telemannscher Kammermusikwerke konfrontieren.

Einige der 32 Momente aus Karlheinz Stockhausens 1966 (dem Geburtsjahr Udo Molls) entstandener Telemusik werden in verschleierter Form eingeflochten.




musiklabor köln macht Wandel hörbar

Hans-Martin Müller



Der Flötist Hans Martin Müller ist wohl einer der schillerndsten Persönlichkeiten des WDR Sinfonie Orchesters, denn schon der Weg zum Beruf des Orchestermusikers des 1952 am Niederrhein geborenen Musikers war ungewöhnlich, trat er doch in seiner Jugend eher als herausragender Sportler oder als Jazz- und Rockmusiker in Erscheinung. Seine Band „Schacht IV“ hatte nicht nur am Niederrhein Kultstatus, mit Ihr war er einer der Wegbereiter des Moerser Jazzfestivals, das heute noch zu den großen  Jazz Festivals Deutschlands und Europas zählt. Der Familientradition folgend absolvierte er  nach dem Abitur 1970 ein 1 ½ jähriges Praktikum im Bergbau und begann danach das Bergbaustudium in Aachen. Nach einem Semester zog ihn das Jazzseminar der Musikhochschule nach Köln und er begann 1972 das Flötenstudium bei Prof. Karlheinz Ullrich.


Nach einem halben Jahr Studium  gewann er 1973 den Kölner Hochschulpreis, im 3. Semester begann mit der Position des  Solo Flötisten der Rheinischen Philharmonie Koblenz seine Karriere als Orchesterflötist. Im selben Jahr, im Nov. 1974,  wurde er dann stellv. Soloflötist des WDR Sinfonie Orchesters, wo er immer noch tätig ist. Von 1977 bis 2002 betreute er eine Hauptfachklasse im Fach Flöte an der Kölner Musikhochschule, zahlreiche  seiner Studenten bekleiden Positionen in deutschen Kulturorchestern. Von 1981 – 1988 war er Solo Flötist des Bayreuther Festspiel Orchesters und spielte als Soloflötist und Solist mit zahlreichen Kammerorchestern und Kammermusikvereinigungen.


Viele Jahre engagierte er sich zudem als Vorstand des WDR Sinfonie Orchesters, im Personalrat des WDR oder in der Musikhochschule als Sprecher der Lehrbeauftragen. 1989 gründete er den Konzertraum und das Tonstudio „Loft“, dessen Konzerte und Aufnahmen über die Stadt Köln hinaus  sowohl nationalen als auch internationalen Ruf genießen.


Hans-Martin Müller bei Obstmusik

Hans-Martin Müller Loft Köln

Udo Moll



Der in Köln lebende Trompeter und Komponist Udo Moll wurde 1966 am Rande der schwäbischen Alb geboren. Eine musikalische Erstsozialisierung erfolgte im Blasorchester des Musikvereins Uhingen. 1992 studierte er Trompete und Komposition an der Hochschule für Musik Köln bei Manfred Schoof und Johannes Fritsch. Er arbeitete u.a. mit  Frank Köllges, Matthias Schubert, Nils Wogram, Gerry Hemingway oder Moritz Eggert. Außerdem gründete er das Septett Novotnik 44, das Preisträger beim  Jazzfestival in Getxo/Spanien und Finalist bei der International Jazz Competition der Leverkusener Jazztage war.


Seit einigen Jahren entwickelt der Trompeter, Elektroniker und Komponist Udo Moll transmediale Projekte. Dabei setzt er auch den Computer als expressives Musikinstrument ein. Gemeinsam mit seinem Trio „das mollsche gesetz“ und renommierten Videokünstlern wie Luis Negron van Grieken und Juan Orozco entstanden raumgreifende Auftragsarbeiten wie u.a. „Heines Sklavenschiff“ (Kunsthalle /Düsseldorf, De Rode Hoet /Amsterdam, Maison Heine /Paris) und „Tientos y Lucientes“, Kunst-Station Sankt Peter /Köln. Moll spielte als Trompeter der „Schäl Sick Brass Band“ regelmäßig auf Festivals in Europa, Asien, Nordafrika und Nahost. Am Staatstheater Nürnberg entstanden mehrere  Tanztheater-Musiken für die Choreografin Daniela Kurz.


Jüngste Arbeiten sind die Multimedia-Performance "punchcard music" (mit Gudrun Barenbrock und Wolfgang Mitterer - UA beim Festival "8Brücken-Musik für Köln" 2013) und die Tamztheatermusik "un tango avec le baron" für Kettly Noel und Koffi Koko (UA bei "dense Bamako danse" in Bamako/Mali 2013)  Stipendien und Arbeitsaufenthalte : artist residency ART OMI, New York 2008 ; STEIM Amsterdam 2011 ; Künstlerhaus Lukas, Ahrenshoop 2012;


www.udomoll.de